• Einführung

    Schon kleine Kinder nutzen SmartphonesMit Freunden quatschen, Fotos machen, surfen: Für viele Menschen ist das Handy ein ständiger Begleiter. Aber was haben die allgegenwärtigen Geräte mit Fairness zu tun?

    1. Schaue dir die fünf Fotos zum Leben eines Handys an und schreibe auf, was dir zu den Fragen einfällt, die darunter stehen.
    2. Sprich mit den anderen in der Klasse über deine Ideen.
  • Aufgabe

    Du kannst eine Expertin oder ein Experte in einem der folgenden Bereiche werden.

    Arbeitsgruppe 1: Rohstoffabbau - Folgen für die Umwelt Material
    1. Welche Rohstoffe werden für den Bau von Handys und Smartphones verwendet und woher kommen sie?
    2. Welche negativen Folgen hat der Rohstoffabbau für die Umwelt?
    3. Warum ist es so schwierig, umweltfreundliche Alternativen zu finden?
    4. Welche Lösungsansätze gibt es?
    5. Welche weiteren Verbesserungsvorschläge fallen euch ein?
    Arbeitsgruppe 2: Rohstoffabbau - soziale Bedingungen Material
    1. Wer fördert die Rohstoffe für Handys und Smartphones? In welchen Ländern?
    2. Inwiefern sind die Bedingungen unfair, unter denen der Rohstoffabbau geschieht?
    3. Warum ist es so schwierig, die Bedingungen für diese Menschen zu verbessern?
    4. Welche Lösungsansätze gibt es?
    5. Welche weiteren Verbesserungsvorschläge fallen euch ein?
     Arbeitsgruppe 3: Soziale Bedingungen bei der Smartphone-Herstellung Material
    1. Wer baut die Geräte eigentlich zusammen? In welchen Ländern?
    2. Inwiefern sind die Bedingungen unfair, unter denen die Herstellung geschieht?
    3. Warum ist es so schwierig, die Bedingungen für die Arbeiter/innen zu verbessern?
    4. Welche Lösungsansätze gibt es?
    5. Welche weiteren Verbesserungsvorschläge fallen euch ein?
    Arbeitsgruppe 4: Wohin mit den alten Handys? Material
    1. Warum ist es nicht okay, dass man Handys kaum reparieren kann?
    2. Was kann passieren, wenn Elektroschrott nicht richtig entsorgt wird?
    3. Warum ist es so schwierig, umweltfreundliche Alternativen durchzusetzen?
    4. Welche Lösungsansätze gibt es?
    5. Welche weiteren Verbesserungsvorschläge fallen euch ein?

    Sprecht die Einteilung in die Arbeitsgruppen mit eurem Lehrerin oder eurem Lehrer ab. In größeren Klassen kann ein Thema von zwei Gruppen bearbeitet und unterschiedlich präsentiert werden. 

  • Material

    Hier findet ihr Materialien zur Bearbeitung eurer Aufgabe.

    Einführung


    Bilderserie zum Leben eines Handys

    Gruppe 1


    Textausschnitte zum Thema Rohstoffabbau - Folgen für die Umwelt

    Quelle: http://www.umwelt-im-unterricht.de/wochenthemen/smartphones

    Gruppe 2


    Textausschnitte zum Thema Rohstoffabbau - soziale Bedingungen

    Quelle: http://www.umwelt-im-unterricht.de/wochenthemen/smartphones

    Gruppe 3


    Textausschnitte zum Thema Soziale Bedingungen bei der Herstellung

    Quelle: http://www.umwelt-im-unterricht.de/wochenthemen/smartphones

    Gruppe 4


    Textausschnitte zum Thema Wohin mit den alten Handys?

    Quelle: http://www.umwelt-im-unterricht.de/wochenthemen/smartphones

    Zusatzmaterialien


    Rohstoffe und der Lebenszyklus eines Handys

    Vier Phasen umfasst der Lebenszyklus eines Handys, von der Rohstoffgewinnung und Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling. Die verbrauchten Ressourcen aller vier Phasen zusammengerechnet füllen den "ökologischen Rucksack" eines Geräts.

    Produktionskette eines Handys

    Die Produktionskette eines Handys von dem Standorten der Rohstoffgewinnung bis hin zur Entsorgung / Wiederverwendung zeigt diese Infografik auf den Seiten der Uni Augsburg.

    Videos: Der schmutzige Handel mit Coltan (ab Kl. 9)

    Videos auf Planet Schule (2013): Für die Produktion von Handys braucht man spezielle Mineralien, wie Coltan. Coltan wird im Ostkongo oft von Kindern aus ungesicherten Minen geholt. Das Geld aus dem Verkauf finanziert einen Krieg, der schon viele Jahre dauert und Millionen von Menschen das Leben gekostet hat. Von all dem wollen die Mobilfunkunternehmen nichts wissen. Das Filmteam macht sich auf eine gefährliche Suche in die Coltan-Minen im Kongo.

    Fast die Hälfte der Deutschen behält alte Handys

    Laut einer repräsentiven Umfrage behalten 44% der Befragten ihr altes Handy, wenn sie sich ein neues kaufen.

    Video: Unsichtbare Schätze im Mobiltelefon

    Kurzes animiertes Erklärvideo von Info Mobilfunk.

    Wann wird recycelt?

    Die meisten Handys werden ausrangiert, obwohl sie noch funktionieren. Am besten ist es natürlich, wenn diese Geräte noch einmal verwendet werden können. Die zweitbeste Lösung ist ein hochwertiges Recycling.

  • Ablauf

    Schritt 1: die Aufgabe verstehen

    Lest die Aufgaben und die Anforderungen im Selbstbewertungsraster genau durch. Sammelt offene Fragen. Wenn niemand in der Gruppe eine Antwort weiß, bittet eure Lehrerin oder euren Lehrer um Hilfe.

    Schritt 2: die Vorgehensweise absprechen

    Für eine gute Präsentation müssen alle in der Gruppe mitziehen und gemeinsam verabreden, was zu tun ist. Sprecht auch ab, wie ihr die Ergebnisse präsentieren möchtet, z. B. mit Hilfe von Medien wie Plakaten, digitalen Folien, einer Wandzeitung oder als Reportage. Vielleicht möchtet ihr zum Schluss ein kleines Quiz mit den anderen machen?

    Schritt 3: die Ergebnisse arbeitsteilig erarbeiten

    Verwende die Quellen im Material für eure Gruppe, um deinen Teil der Präsentation zu erarbeiten. Du kommst allein nicht weiter? Wenn niemand in der Gruppe eine Antwort weiß, bitte deine Lehrerin oder deinen Lehrer um Hilfe.

    Schritt 4: die Ergebnisse präsentieren

    Macht erst einen Probelauf in der Gruppe, wenn das möglich ist. Wenn du anderen eine Rückmeldung zu ihrer Präsentation gibst, fange immer damit an, was dir gefallen hat, bevor du ihnen deine Ideen zur Verbesserung mitteilst. Höre den anderen zu und lerne aus ihrem Feedback, wie du besser werden kannst.

    Schritt 5: in der Klasse diskutieren nach Leitfragen
    • zu den Ergebnissen: Was können die Hersteller zur Verbesserung beitragen? Was kann jede/-r Einzelne tun? Was kann die Politik beitragen?
    • zu den Präsentationen: Wo war die Verwendung von Medien besonders gelungen? Welche Ideen zur Verbesserung gibt es?
    Schritt 6: Selbstbewertung durch die Gruppen

    Von eurer Lehrerin oder eurem Lehrer erhält jede Gruppe einen Ausdruck des Beurteilungsbogens mit dem Selbstbewertungsraster, den ihr bitte gemeinsam ausfüllt. Eure Selbstbewertung könnt ihr dann vorlegen, um in einem Gespräch eine Rückmeldung zu erhalten.

  • Anforderungen

    Hier sind die Beurteilungskriterien, mit denen ihr eure Gruppenarbeit am Ende gemeinsam selbst bewerten werdet.

     
    Einsteiger
    Fortgeschrittene
    Experten
    Wie verlief das Arbeiten in der Gruppe?
    Qualität der Zusammenarbeit Insgesamt war die Zusammenarbeit eher schwierig; z. B. wurde hartnäckig versucht, eigene Interessen durchzusetzen, oder die Aufteilung der Arbeit in der Gruppe wurde als unfair empfunden. Es wurden einige Mängel in der Zusammenarbeit deutlich; z. B. wurden Absprachen bezüglich der Arbeitsverteilung nur wenig beachtet, oder es gab zu wenig gegenseitige Unterstützung bei auftretenden Schwierigkeiten. Die Zusammenarbeit wurde als gelungen empfunden: Die Absprachen sowie die gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung waren zufriedenstellend; die Ergebnisse ließen eine faire Aufgabenteilung erkennen.
    Sind die Inhalte richtig und vollständig?
    Ergebnisse Die Aufgaben wurden nicht zufriedenstellend bearbeitet; z. B. fehlten Antworten, oder einige Inhalte und Ideen waren nicht richtig oder nachvollziehbar. Die Aufgaben wurden alle bearbeitet, und die Inhalte und Ideen waren richtig bzw. nachvollziehbar. Alle Aufgaben wurden sorgfältig bearbeitet; die einzelnen Beiträge waren aufeinander abgestimmt, fundiert und gut nachvollziehbar.
    Nutzung der angegebenen Quellen Quellen wurden nicht oder nur in geringem Umfang genutzt. Die meisten der vorgegebenen Quellen wurden genutzt. Alle Quellen wurden genutzt; bei Bedarf wurden zusätzlich weitere Quellen herangezogen.
    Wie wurden die Ergebnisse präsentiert?
    Präsentation (Technik und Vortrag) Die Vortragenden nahmen zu wenig Rücksicht auf das Publikum, so dass die Ergebnisse nicht gut genug nachvollziehbar waren; z. B. wurde zu leise gesprochen, oder Ergebnisse wurden nicht ausreichend visualisiert. Die Ergebnisse wurden gut nachvollziehbar vorgetragen; es gab kleinere Pannen oder Missgeschicke, doch diese fielen kaum ins Gewicht. Das Publikum konnte den Vortragenden gut folgen und hatte erkennbar Freude an den Präsentationen; die Hauptaussagen der Vorträge wurden deutlich herausgestellt.
  • Ausblick

    Bewertet eure Gruppenarbeit mit Hilfe der Anforderungen.

    Lust auf mehr? So könnte es weiter gehen:

    • Gestaltet Werbematerialien wie zum Beispiel ein Plakat, eine Broschüre oder eine Website, mit denen ihr für eine nachhaltige Version eurer eigenen Handys oder Smartphones werben. Vorbild können reale Werbematerialien der Hersteller sein. Eine sogenannte “Adbusting”-Aktion, bei der Marketingmaterial der Hersteller verfremdet wird, hat zum Beispiel die Gruppe "The Yes Men" für ein fiktives faires "iPhone 4CF" entwickelt. Hinweis: Die öffentliche Verbreitung verfremdeter Originalmaterialien der Hersteller gilt in der Regel als Urheberrechtsverletzung. Die Auseinandersetzung mit Werbung in dieser Form im Unterricht ist jedoch rechtlich korrekt.
    • Setzt euch aktiv mit der Nachhaltigkeit eures eigenen Handys oder Smartphones auseinander: Entwickelt zum Beispiel Fragen, die ihr in einem Brief, einer E-Mail oder einem Facebook-Posting an den entsprechenden Hersteller adressiert.
    • Verschiedene Videos bieten die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Themas zu veranschaulichen, zum Beispiel die Kurzfilme von Planet Wissen (circa 1:00 bis 5:00 Minuten, Schwerpunkt Recycling), der Animationsclip "Smartphones und Nachhaltigkeit" aus der Reihe "WissensWerte" (5:35 Minuten, Nachhaltigkeit im gesamten Lebenszyklus eines Handys) oder die Dokumentation "Blue Elephants" der Organisation PCGlobal (14 Minuten, in englischer Sprache, Schwerpunkt Globalisierung/Arbeitsbedingungen).
  • Lehrerinfos